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Konzert in der Mühle
Haus der Industrie – Bischofsmühle, Dammstr. 32, 31134 Hildesheim
Freitag, 20.02.2026, 18 Uhr

Trio Ariadne
Myriam Navarri, Oboe
Thomas Mittler, Horn
Josefa Schmidt, Klavier
Konzertförderung Deutscher Musikrat

Robert Kahn
Serenade für Oboe, Horn und Klavier f-Moll op. 73
Jane Vignery
Sonate für Horn und Klavier B-Dur op. 7
Pavel Haas
Suite für Oboe und Klavier
Carl Reinecke
Trio für Oboe, Horn und Klavier op. 188 a-Moll

In der ersten Hälfte des Programms präsentieren die drei vom Deutschen Musikrat geförderten Künstler:innen Komponisten in großer Unruhe – Robert Kahn, Pavel Haas und Jane Vignery haben unter der Herrschaft der Nationalsozialisten gelitten. Während Robert Kahns Musik sich vor der Ungerechtigkeit der Welt in die Romantik zurück flüchtet, bekommt dieser Eskapismus im Schlusssatz von Jane Vignerys Sonate Risse, die im Hilfeschrei von Haas‘ Suite, seinem letzten vollendeten Werk vor seiner Deportierung nach Theresienstadt, gipfeln. Dazu im Kontrast steht das Reinecke-Trio in der zweiten Hälfte als fragiles Hoffen auf das Wirken von Musik für eine bessere Welt.

Preise: € 23,-/19,-/13,50Ermäßigung für Mitglieder; 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten; 40% Ermäßigung für Schwerbehinderte und Erwerbslose

Tickets

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Matinee in der Mühle
Sonntag, 10.05.2026, 11 Uhr
Haus der Industrie - Bischofsmühle, Dammstr. 32, 31134 Hildesheim

SolDuo
Elena La-Deur, Flöte
Noel Shutina, Gitarre
Konzertförderung Deutscher Musikrat

„Nuit blanche“ = Weiße Nacht / schlaflose Nacht.
Manuel de Falla 
Asturiana
Aus :7 Canziones populares españolas (1914)
Bryan Johanson 
Painted Music (2017) nach Bildern von Paul Klee
Osvaldo Golijov 
Fish Tale (1998)
Jacques Ibert 
Entr’acte (1935)
Béla Bartók 
Rumänische Volkstänze (1915)
Maurice Ravel 
Pìece en Forme de Habanera (1907)
Astor Piazzolla 
Histoire du Tango (1985)

Auf diesem nächtlichen Spaziergang wartet weder einsame Dunkelheit noch weiße Leere. Stattdessen entfaltet sich ein Kaleidoskop aus Klangfarben, das bei jeder Drehung neue Farben und Rhythmen enthüllt. So nehmen zum Beispiel in Johansons „Painted Music“ farbenfrohe Ölgemälde von Paul Klee eine musikalische Form an, während der Komponist Osvaldo Golijov sein Stück „Fish Tale“ selbst als ein zartes Aquarell bezeichnet. Neben Elementen der Malerei fügen sich aber auch vielfältige Rhythmen zu folkloristischen Tänzen zusammen und erzählen die Geschichte des Tangos.

Ein musikalischer Abend, der Emotionen und Vorstellungskraft in den Vordergrund stellt und dabei durch die Musik zwei weitere Arten der Kunst miteinander verbindet: Malerei und Tanz.

Die Flötistin Elena La-Deur begeistert als Solistin und Kammermusikerin durch ihre ausgeprägte Musikalität und stilistische Vielseitigkeit. Bereits während ihres Bachelorstudiums spezialisierte sich Elena La-Deur auf historische Aufführungspraxis auf der Traversflöte sowie auf zeitgenössische Musik und etablierte ein breitgefächertes Repertoire. Für ihre musikalischen Leistungen erhielt sie zahlreiche Preise, darunter ein Stipendium und den Sonderpreis der Hindemith-Stiftung beim Deutschen Musikwettbewerb 2024, den 2. Preis beim Lions Musikpreis 2018 in Mannheim und das Deutschlandstipendium.

Noel Shutina wurde 2001 in Tirana, Albanien, geboren. Im Alter von neun Jahren erhielt er Gitarrenunterricht bei Admir Doci und gewann mit elf Jahren seinen ersten Preis bei der ersten Teilnahme an einem Wettbewerb. Er studiert derzeit an der Hochschule für Musik Würzburg bei Jürgen Ruck und nimmt außerdem Unterricht in Laute und E-Gitarre. Noel Shutina wurde bei verschiedenen Wettbewerben mit Preisen ausgezeichnet, darunter das Asia International Guitar Festival & Competition, der Concorso Chitarristico Internazionale Maurizio Biasini, in Basel, sowie das Tirana International Guitar Festival.

Preise: € 23,-/19,-/13,50Ermäßigung für Mitglieder; 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten; 40% Ermäßigung für Schwerbehinderte und Erwerbslose

Tickets

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Matinee in der Mühle
Sonntag, 31.05.2026, 11 Uhr
Haus der Industrie – Bischofsmühle, Dammstr. 32, 31134 Hildesheim
Jasper Trio
Yuliia Van, Violine
Lukas Rothenfußer, Violoncello  
Jung Eun Séverine Kim, Klavier
Konzertförderung Deutscher Musikrat

„Befreiungsschläge – Triofreuden von Schumann und Dvořák“
Robert Schumann
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63
Antonín Dvořák
Klaviertrio Nr. 3 f-Moll op. 65

Sowohl für Robert Schumann als auch für Antonín Dvořák waren die hier vorgestellten Klaviertrios ein kreativer Befreiungsschlag, eine kompositorische Insel der Seligkeit. Beide Werke entstanden als Unterbrechung der letztlich vergeblichen Bemühungen um eine Oper: Die Entstehung des Schumannschen Opus 63 fällt 1847 in eine Zeit, deren Energien eigentlich ganz dem Ringen um das erträumte Musikdrama „Genoveva“ gehörten. Diese Arbeit unterbricht er für die Konzeption eines Klaviertrios, bei dem von Ringen keine Spur ist, seine Tagebücher sprechen fortwährend nur von „Triofreuden“. Seine Frau Clara schrieb beglückt: „Es klingt wie von einem, von dem noch vieles zu erwarten steht, so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in der Ausführung so meisterhaft…. Der erste Satz ist für mich einer der schönsten, die ich kenne!“

Dvořáks Oper „Dimitrij“ konnte zwar bei ihrer Uraufführung 1882 in Prag vor dem heimischen Publikum große Erfolge feiern, wurde aber einer vernichtenden Kritik unterzogen. Tief verunsichert und von Misstrauen gegenüber seinem eigenen Schaffen geplagt machte sich Dvořák an die Überarbeitung, die allerdings nicht recht gelingen wollte. Im Frühjahr 1883 schließlich packt ihn neue und überschwängliche Schaffenskraft, er schreibt über viele Wochen sein drittes Klaviertrio und ist so erfüllt von seiner neu erblühenden kreativen Schaffenskraft, dass er, wie er selbst sagt, „kaum etwas anderes denken und fühlen kann“. Es entsteht ein meisterhaftes Werk von überwältigender Eindringlichkeit, dramatisch und von großer emotionaler Tiefe, Beweis für den großen Ideenreichtum und die ureigene, oft schmerzlich-melancholische Klangsprache des großen tschechischen Meisters.

Das Jasper Trio ist mehr als die Summe seiner Teile: Yuliia Van, Lukas Rothenfußer und Jung Eun Séverine Kim verbindet nicht nur die Begeisterung für die Klaviertrioliteratur, sie teilen neben der Freude am gemeinsamen Musizieren auch die Faszination für das kammermusikalische Miteinander. Drei Individuen auf der Suche nach einem größeren Ganzen: Ihre Zusammenarbeit ist dabei geprägt von der Lust am Erzählen, dem Erkunden musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten, die sich so nur im Ensemble verwirklichen lassen, und dem Erforschen neuer Perspektiven.

Preise: € 23,-/19,-/13,50Ermäßigung für Mitglieder; 50% Ermäßigung für Schüler und Studenten; 40% Ermäßigung für Schwerbehinderte und Erwerbslose

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