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Tagesfahrt am Donnerstag, 03.09.2020
Historisches Weserbergland
Schloss Bückeburg mit Stadtkirche & Glashütte Gernheim
Reiseleitung: Bernhard Römer

Am nördlichen Rand des Wesergebirges liegt die ehemalige Residenzstadt Bückeburg. Im Zentrum der idyllischen Kleinstadt befindet sich umgeben von einem ausgedehnten Landschaftspark im englischen Stil das Schloss, seit über 700 Jahren im Besitz des Hauses Schaumburg-Lippe.

Fürstliche Weserrenaissance
Es präsentiert sich als Renaissanceschloss mit Prachtsälen aus vier Jahrhunderten. Beim Gang durch den Schlosspark gelangt man zum weltgrößten Mausoleum in Privatbesitz mit beeindruckender Goldmosaikkuppel. Die Fürstliche Hofreitschule, welche bereits in der Barockzeit großes Ansehen genoss, zeigt Reitkunst verschiedener Epochen.

Stadtkirche mit Fürstenloge
Sehenswert und mit enger Verbindung zum Fürstenhaus ist aber auch die Stadtkirche, die 2015 auf ihr 400-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Die dreischiffige Hallenkirche aus Obernkirchener Sandstein entstand in den Jahren 1611 bis 1615. Dabei knüpften die Baumeister an die Bauweise der Spätgotik an, orientierten sich in der Ornamentik jedoch bereits am Stil der Renaissance und des Frühbarock. Diese Verbindung erhebt den Kirchenbau zu einem der Meisterwerke der Architektur der sogenannten Weserrenaissance. Bauherr war der kunstsinnige Graf Ernst zu Holstein-Schaumburg, der später in den Fürstenstand erhoben wurde.

Kunst aus Feuer und Sand
Die Glashütte Gernheim ist eine weitere Landmarke an der Weser, denn die Kunst des Glasmachens war an der Weser zu Hause. Viele Mundblashütten stellten hier früher Glas für den Weltmarkt her. In den meisten Fabriken sind die Feuer längst erloschen, doch im Gernheimer Glasturm von 1826, einem der letzten beiden erhaltenen Gebäude dieser Art in Deutschland, können Sie noch erleben, wie die Glasmacher mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Glasmasse Gefäße herstellen. Gleich nebenan werden die Gläser durch Schliff und Gravur veredelt – auch das vor Ihren Augen. Große Teile des frühindustriellen Fabrikdorfs Gernheim im heutigen Petershagen sind erhalten geblieben: Neben dem Glasturm Arbeiterhäuser, die zu den ältesten in Westfalen gehören, genauso wie das Wohnhaus der ehemaligen Hüttenbesitzer und die alte Korbflechterei. Auf mehreren Etagen erfahren Sie hier vieles rund um die Produktion von Hohl- und Flachglas. Rund 2.000 Ausstellungstücke, vom Einmachglas bis zum prunkvollen Pokal, zeigen, wofür Gefäße aus dem vielseitigen Material gebraucht wurden. mehr lesen

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Tagesfahrt am Donnerstag, 24.09.2020
Klosterkirche Grauhof – Romanische Neuwerkkirche – Stabkirche Hahnenklee
Reiseleitung: Bernhard Römer

Entdecken Sie mit dem Kulturring die Vielfalt Harzer Kirchen.

Stiftskirche St. Georg Grauhof
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Grauhof wurde 1701 begonnen. Danach wurde von 1711 bis 1714 die Stiftskirche St. Georg errichtet. Für den Bau dieser Stiftskirche wurden namhafte italienische Baumeister gewonnen: Francesco Mitta, Josefo Crotogino und dessen Sohn Sebastiano – alle drei anerkannte zeitgenössische Architekten im südniedersächsischen Raum. Der Kirchentyp der Stiftskirche Grauhof ist in Norddeutschland einzigartig, ohne Vorbilder und ohne Nachfolge. Die dreijochige Wandpfeilerkirche mit dem lang gestreckten erhöhten Chor beeindruckt durch die ungewöhnliche Weiträumigkeit des barocken Gotteshauses. Die Grauhofer Orgel ist ein Meisterwerk barocken Orgelbaus. Sie ist das einzige heute noch fast vollständig erhaltene Werk Treutmanns dem Ältesten und gehört zu den schönsten und größten Barockorgeln Norddeutschlands. Freuen Sie sich auf ein Orgelvorspiel Ihres Reiseleiters Herrn Römer. Nach der Säkularisation wurde der Chorherren-Konvent aufgelöst. 1818 wurde Grauhof einschließlich des Klostergutes, inzwischen zum Königreich Hannover gehörend, dem Allgemeinen Hannoverschen Klosterfond zugeordnet.

Stabkirche Hahnenklee
Das Wahrzeichen Hahnenklees wurde 1907 bis 1908 in zehnmonatiger Bauzeit errichtet. Vorbild waren die wesentlich älteren Stabkirchen Norwegens. Prof. Karl Mohrmann, Konsistorialbaumeister der Hannoverschen Landeskirche, orientierte sich an den nordischen Kirchen, passte aber in Größe und Gestaltung den Entwurf den Bedürfnissen der örtlichen Gemeinde an. So ist die Hahnenkleer Stabkirche mit ihren 240 Sitzplätzen größer als ihre norwegischen Vorbilder und die relativ großen Fenster lassen viel Licht in den Innenraum. Als Baumaterial verwendeten die einheimischen Handwerker Fichtenholz aus der Umgebung, was den Bau auch kostengünstiger machte als den ursprünglich geplanten neugotischen Backsteinbau. Der Baustil erinnert in vielen Elementen an den Schiffsbau, auch etwas an Wikingerschiffe mit den zahlreichen Drachen auf dem Dach und in den Verzierungen. Der Kronleuchter ist einem Schiffssteuerrad nachempfunden. Besonders in der Gestaltung des Altars vermischt sich der zur Bauzeit beliebte Jugendstil mit Elementen der byzantinischen Kunst.

Neuwerkkirche Goslar
Die Neuwerkkirche befindet sich im Nordwesten der historischen Altstadt von Goslar. Eingebettet in eine parkähnliche Landschaft steht sie direkt neben der ehemaligen Stadtmauer. Der Baubeginn der im Stil der Romanik errichteten dreischiffigen kreuzförmigen Basilika lag in den 80er Jahren des 12. Jahrhunderts. Im Jahre 1186 wurde der Hauptaltar geweiht, für das gesamte Bauwerk wird die Bauzeit bis zur Vollendung auf ca. 100 Jahre geschätzt. Ursprünglich war die Neuwerkkirche eine Klosterkirche. Im zugehörigen Kloster lebten Nonnen des Zisterzienser- und später des Benediktinerordens. Zu diesem Kloster gehörte ein umfangreicher Besitz an Wald und Erzgruben, welcher die Versorgung der Frauen sicherstellte. Nach der Reformation wurde das Kloster in ein evangelisches Damenstift umgewandelt, welches bis zum Jahre 1969 bestand. Heute dient die Neuwerkkirche als Gemeindekirche für die Goslarer Neuwerk-Gemeinde. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Neuwerkkirche keine nennenswerten Umbauten erfahren. Sie ist somit bis heute praktisch unverändert erhalten, was für ein Bauwerk der Romanik eine Seltenheit und Besonderheit darstellt. Sehenswert sind in der Kirche die byzantinischen Malereien im Chorraum sowie die schönen Steinmetzarbeiten im Inneren sowie außen an der Apsis. mehr lesen