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Tagesfahrt am Donnerstag, 17.10.2019, 7.30–19.30 Uhr
Weserrenaissance in Ostwestfalen-Lippe
Museum Schloss Brake und Alte Hansestadt Lemgo
Reiseleitung: Eva Bakeberg

Schloss Brake wurde ab 1587 als Residenz der Grafen zur Lippe im Stil der Renaissance ausgebaut. Es ist von einem Wassergraben umgeben und steht auf den Grundmauern einer der größten mittelalterlichen Burgen Norddeutschlands. Der markante Turm macht es zum weithin sichtbaren Wahrzeichen der alten Hansestadt Lemgo. Die Gebäude im näheren Umfeld des Schlosses vermitteln noch heute ein eindrucksvolles Bild einer frühneuzeitlichen Residenz, zu der die Domäne, drei historische Mühlen und ein Waschhaus gehören. Bauherr des Renaissanceschlosses war Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613). Als Gesandter, Hofrat und Kunstagent Kaiser Rudolfs II. hielt er sich oft am Prager Hof und in den Niederlanden auf. Simon vertrat den Typus des gebildeten Renaissancefürsten, der sich für Kunst und Wissenschaft interessierte. Er besaß eine Gemäldesammlung und eine umfangreiche Bibliothek. Von seinem Schlossturm aus beobachtete er die Sterne. Die Zeit der Renaissance ist eine der schillerndsten und ¬faszinierendsten ¬Epochen der Menschheit. Das feudale, christlich geprägte Mittelalter hatte man überwunden und beobachtete selbstbewusst das Hier und Jetzt. Im 16. und ¬frühen 17. ¬Jahrhundert machte man sich neugierig auf zu neuen Ufern – im ¬wahrsten Sinne des Wortes, man denke nur an die Entdeckung Amerikas oder an die ¬Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Man revolutionierte Kunst, Kultur und -Wissenschaft. Die Sammlung des Weserrenaissance-Museums gibt einen Überblick über die Kulturgeschichte des 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Ausgewählte Objekte der Bereiche Architektur, Malerei, Graphik, Möbel, Festwesen, Tafelzier, Küche, Religion, Wissenschaft und Wirtschaft werden ergänzt durch Inszenierungen aus der Frühzeit der Naturwissenschaften – wie ein alchemistisches Laboratorium oder eine Kunst- und Wunderkammer. Nach der Führung durch Schloss Brake verbringen Sie Ihre Mittagspause im Herzen der alten Hansestadt Lemgo. Sie liegt zwischen Teutoburger Wald und Weserbergland eingebettet in eine reizvolle Wald- und Hügellandschaft. Innerhalb der baumbestandenen Wallanlagen befinden sich 400 sehenswerte Denkmäler aus Gotik und Renaissance – im Zweiten Weltkrieg ist die Altstadt unzerstört geblieben. International anerkannte moderne Architektur bildet hierzu den faszinierenden Kontrast. Eine Stadtführung macht Sie mit dem historischen Stadtkern vertraut und zeigt Ihnen u.a. die gotische St.-Marien-Kirche mit der 400 Jahre alten Schwalbennest-Orgel und das sog. Hexenbürgermeisterhaus, eines der bedeutendsten Baudenkmäler städtischer Architektur der Renaissance im Weserraum. Nach einer Kaffeepause Rückfahrt nach Hildesheim. mehr lesen

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Gedenkjahr 2019 – Rembrandt & Schnitger

Hamburg
Kunsthalle – „Rembrandt. Meisterwerke aus der Sammlung“
Hauptkirche St.-Jacobi mit Schnitger-Orgel
Tagesfahrt am Donnerstag, 14.11.2019
Reiseleitung: Bernhard Römer

Das Jahr 2019 stand und steht noch im Zeichen des 300. Todestages des Orgelbauers Arp Schnitger. Die Arp-Schnitger-Orgel in St. Jacobi von 1693 steht dabei an zentraler Stelle. Sie ist das größte erhaltene Instrument seines Erbauers; das Pfeifenwerk ist weitgehend original. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts von Hans Henny Jahnn wiederentdeckt, wurde sie zum Ausgangspunkt der deutschen „Orgelbewegung“.

Im Oktober jährt sich der Todestag von Rembrandt (1606–1696) zum 350. Mal. Aus diesem Anlass widmet die Hamburger Kunsthalle einem der bedeutendsten Künstler des Goldenen niederländischen Zeitalters eine feine Präsentation. Gezeigt wird eine Auswahl herausragender Werke aus dem Sammlungsbereich Alte Meister und aus dem Kupferstichkabinett des Museums.

Die Tagesfahrt kombiniert beide Künstler: Am Vormittag besichtigen Sie die Hamburger Hauptkirche St.-Jacobi inkl. Orgelvorstellung und Orgelvorspiel durch Kantor und Organist Gerhard Löffler, am Nachmittag Führung durch die Rembrandt-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle. mehr lesen

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Tagesfahrt am Donnerstag, 07.11.2019
Zeitenwende 1400
Dommuseum Hildesheim – Hildesheim als europäische Metropole um 1400
Landesmuseum Hannover – Die goldene Tafel als europäisches Meisterwerk
Reiseleitung: Eva Bakeberg

In den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts entstand in der reichen Hansestadt Lüneburg ein Kunstwerk von herausragender Bedeutung: Schreiner, Bildschnitzer und Maler von internationalem Rang arbeiteten an der „Goldenen Tafel“, dem neuen Altaraufsatz für die traditionsreiche Benediktinerabteikirche Sankt Michaelis. Sie schufen ein Werk, das der feierlichen Inszenierung eines über Jahrhunderte gewachsenen Kirchenschatzes diente und zum Schönsten zählt, was sich aus der Zeit um 1400 in Norddeutschland erhalten hat.

Zeitgleich präsentiert das Dommuseum Hildesheim einen zweiten Ausstellungsteil. Es zeigt herausragende Kunstwerke aus der Zeit um 1400 und stellt sie zugleich in den kulturgeschichtlichen Kontext einer von Umbrüchen geprägten Zeit. In den Jahrzehnten um 1400 erlebte Norddeutschland eine kulturelle Blüte. Nicht zuletzt die Stadt Hildesheim als Bischofssitz hatte daran erheblichen Anteil. Zugleich ist es eine Zeit entscheidender Weichenstellungen an der Schwelle zur Moderne. Das Ausstellungsprojekt nimmt erstmals diese für ganz Niedersachsen wichtige historische Epoche in den Blick und verdeutlicht die Stellung und Bedeutung der regionalen Zentren im europäischen Kontext. Im Rahmen der Tagesfahrt erleben Sie beide Ausstellungsteile. mehr lesen