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Konzert in der Kammer
Freitag, 12.05.2017, 18 Uhr
Saal der Handwerkskammer, Braunschweiger Str. 54
GOLDMUND QUARTETT
Florian Schötz, Violine
Pinchas Adt, Violine
Christoph Vandory, Viola
Raphael Paratore, Violoncello
Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler

Schubert: Streichquartett Es-Dur D 87 op. post. 125 Nr. 1
Berg: Streichquartett op. 3
Haydn: Streichquartett G-Dur op. 54, 1 Hob. III.58
Schumann: Streichquartett F-Dur op. 41/2

Von der Wiener Klassik bis in die heutige Zeit ist das Streichquartett in der Besetzung aus zwei Violinen, Bratsche und Violoncello die bedeutendste Gattung der Kammermusik. Das Es-Dur-Quartett Schuberts mit der merkwürdigen Opuszahl 125/1 ist eines seiner bekanntesten Jugendquartette. Noch merkwürdiger aber ist, dass man zum Teil bis ins 20. Jahrhunderts gemeint hat, das Werk sei 1824, also etwa gleichzeitig mit den Quartetten „Rosamunde“ und „Tod und das Mädchen“ entstanden. Der Bekanntheitsgrad des Werks mag auch daran liegen.

“Alles ist paff, dass das Quartett 13 1/2 Jahre alt ist”, schrieb Alban Berg nach der triumphalen Aufführung seines Streichquartetts op. 3 in Salzburg 1923 an seine Frau. Das Staunen der damaligen Musikwelt über die Größe und die Neuartigkeit eines damals bereits „alten” Werkes hat sich über 70 Jahre später noch nicht verloren. Auch für ein heutiges Publikum ist das Quartett, das Berg im Alter von 24 Jahren als Schüler Schönbergs in Wien schrieb, ein eher  unbewältigter Meilenstein der Moderne.

Zu den skurrilen Kammermusik-Mäzenen in Wien gehörte Johann Tost, seines Zeichens Ungar und ehemals Geiger in Haydns Orchester in Esterháza. Als er sich zum erfolgreichen Geschäftsmann gewandelt hatte, pflegte er bei Wiener Komponisten Kammermusikwerke in Auftrag zu geben.  Wenn man die betreffenden Musikstücke hören wollte, musste man neben den Musikern stets auch ihn zu den Konzerten einladen. Der Geigenvirtuose Louis Spohr hat in seiner Autobiographie geschildert, wie der alte Tost aus diesem Umstand geschäftlich Profit schlagen wollte. Das G-Dur-Quartett aus op. 54 ist das populärste der Werke, die Haydn für Tost komponierte.

Mit Schumanns Streichquartett F-Dur op. 41/2 beschließen die vier Finalisten und Preisträger des Deutschen Musikrates aus der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler ihr Hildesheimer Konzert. Sie haben sich den viel versprechenden Namen „Goldmund Quartett“ gegeben. Wir dürfen also auf goldige Töne und junge Künstlerpersönlichkeiten gespannt sein!

Florian Schötz wurde in München geboren und erhielt mit fünf Jahren seinen ersten Violinunterricht. Bereits als 14-Jähriger wurde er in eine Violinklasse an der Hochschule für Musik und Theater München als Jungstudent aufgenommen und studiert derzeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Schötz ist Preisträger bei diversen Wettbewerben, künstlerisch geprägt durch die Zusammenarbeit u.a. mit Prof. Ulf Hoelscher, Prof. Heime Müller, Prof. Roman Nodel sowie Prof. Ingolf Turban und er ist eine der beiden Geigen in dem jungen Ensemble „Goldmund Quartett“ aus München.

Und jung und frisch ist auch die Herangehensweise des Goldmund Quartetts an seine Arbeit oder besser gesagt das musikalische Ergebnis, wie das jüngste und erste Werk, die Aufnahme der Streichquartette von Haydn, dokumentiert. Anlässlich der Veröffentlichung derselben schrieb die Stuttgarter Zeitung (15.11.2016) „Zart, aber mit Kontur und mit tiefem Verständnis für den Witz des Widerständigen nähern sich die Musiker der Musik. (...) Interpretationen auf der Höhe unserer Zeit, aufregend jung gespielt. Ein exzellentes Debüt!“

Freuen auch Sie sich auf aufregend jung Gespieltes in Hildesheim beim letzten Kammermusikereignis der Saison!

Preise: EUR 14,-/12,-/8,-
Tickets

In unserer Geschäftsstelle erhalten Sie auch Tickets anderer Reservix-Veranstalter: www.reservix.de

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